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Eveline Pichler, Edith Gutmann, Anisa Schreinbeck und Marion Strondl-Löffler vom SONNENSCHEINCHEN, gemeinsam mit Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus in Österreich.

Umweltzeichen für Sonnentor-Kindergarten "Sonnenscheinchen"

04.05.2018

Die betriebliche Kinderbetreuung von SONNENTOR wurde als erste österreichische Tagesbetreuung am 25. April im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet.

Das Österreichische Umweltzeichen für Kindergärten gibt nicht nur Mindestanforderungen vor, sondern ermutigt die Betreuungseinrichtungen, sich ihrer eigenen Stärken bewusst zu werden und im Sinne des lebenslangen Lernens immer weiter auszubauen. Es ist eine Auszeichnung für authentisches, umweltorientiertes Arbeiten.

„Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen ist eine Bestätigung unserer langjährigen Arbeit. So wird die Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Lebensweise sichtbar und transparent“, betont Edith Gutmann, Pädagogin und Initiatorin vom SONNENSCHEINCHEN und ergänzt: „Es ist uns wichtig, dass in der Betreuung unserer Kleinsten ein wertschätzender Umgang mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen gelebt wird. Wir hoffen, dass viele weitere Einrichtungen sich auch dazu inspirieren lassen und dem Umweltzeichen ihre Türe öffnen.“

Spielen und Lernen im Einklang mit der Natur

Im SONNENSCHEINCHEN kommen auch Materialien zum Einsatz, die nicht mehr gebraucht werden, wie Kartonreste, Verpackungen, alte Stoffe oder Überbleibsel aus der Kräuterproduktion. Spielsachen werden wenn möglich nicht neu gekauft, sondern gebraucht übernommen. Muss doch einmal etwas in den Müll, dann wird auf die richtige Trennung großen Wert gelegt. Natürlich gehört auch das tägliche Spielen draußen in der Natur zur Philosophie. Einmal in der Woche geht es sogar hinaus in den Wald, wo Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben und begreifen, vor allem aber auch Verständnis, Gespür und Achtung für die Schöpfung entwickeln.  Zusätzlich lernen die Kinder durch Kooperationen, wie etwa jene mit dem SONNENTOR Frei-Hof. Hier werden zum Beispiel Kräuter gepflanzt. Auch Biobäcker Mario Hölzl bäckt immer wieder gemeinsam mit den Kindern, die auch regelmäßig bei seinem mobilen Verkaufsstand die Jause selbständig besorgen können und somit Kontakt zu ihrem Bäcker halten. Mittagessen gibt es täglich vom Bio-Gasthaus Leibspeis' – die Zutaten dafür kommen zum Großteil direkt aus der Region. Dies sind Beispiele für die praktische Umsetzung, der für das Umweltzeichen wichtigen Kriterien. Auch der Betreuungsschlüssel, das heißt das Verhältnis von Kinderzahl zu Pädagoginnen und Betreuerinnen, spielt eine entscheidende Rolle. 
Damit das SONNENSCHEINCHEN bereits in der Pilotphase des Projekts aktiv mitwirken und gestalten konnte, hat eine Pädagogin des Teams sogar eine eigene Ausbildung absolviert. Marion Strondl-Löffler darf nun als Beraterin auch andere Kindergärten und Tagesbetreuungen auf dem Weg zum Umweltzeichen unterstützen. Ziel ist es möglichst viele Einrichtungen für diese Initiative zu begeistern.

Kinderbetreuung im Kreislauf der Natur

2014 eröffnete das SONNENSCHEINCHEN, die betriebliche Kinderbetreuungseinrichtung des Bio-Pioniers. Seit dem haben die MitarbeiterInnen die Möglichkeit, ihre Kinder ganz in der Nähe, in besonders familiärer und vertrauensvoller Atmosphäre betreuen zu lassen. So können Mütter und Väter unbesorgt wieder in den Arbeitsalltag zurückzukehren und wissen ihre Kleinen bereits ab dem Alter von einem Jahr in guten Händen. Durch diese besondere Sozialleistung werden Familie und Beruf harmonisch vereint. Die Philosophie vom SONNENSCHEINCHEN entspricht ganz den Werten von SONNENTOR. „Wir möchten schon den Kleinen zeigen, wie wichtig es ist in Kreisläufen zu denken, Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und dass Weniger auch Mehr bedeuten kann. Das bewusste Erleben von Umwelt und Natur ist für unsere MitarbeiterInnen ein ganz wesentlicher Leitwert, den sie den Kindern von klein auf mitgeben“, erklärt Edith Gutmann und betont weiters: „Geborgenheit, emotionales und soziales Wohlbefinden und vor allem der respekt- und würdevolle Umgang mit Kindern sind die zentralen Anker unseres Konzepts. Die kleine familiäre Gruppe schafft Raum für individuelle Erfahrung und ermöglicht es besonders auf die Bedürfnisse und Neigungen jedes einzelnen Kindes einzugehen.“ 

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