Direkt zum Inhalt
Umweltstadträtin Uli Sima (in Rot) mit den Preisträgern der Fairmittlerei

Umweltpreise 2018 der Stadt Wien

23.03.2018

Am Abend des 21. März wurden in der Mensa der Wirtschaftuniversität Wien die Wiener Umweltpreise 2018 verliehen. Unter zehn nominierten Wiener Betrieben konnten sich Die Fairmittlerei, BauKarussell, das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z. sowie Bernhard AV durchsetzen. 

Die Preisträger des BauKarussells mit Uli Sima
AK-Vizepräsident Willibald Steinkellner mit Preisträger Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z.)

Seit mehr als zehn Jahren vergibt die Stadt Wien gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 den Umweltpreis im Rahmen des Umweltservice-programms OekoBusiness Wien. Jahr für Jahr stehen dabei Wiener Betriebe im Mittelpunkt, die die nicht nur ökonomisch nachhaltig wirtschaften, sondern vor allem Synergien für Umwelt und Gesellschaft schaffen. "Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger haben mit ihren Projekten nicht nur Herz und Hirn bewiesen, sie sind Vorbild und Inspiration für alle Unternehmen, Projekte und Maßnahmen umzusetzen, die unsere gemeinsame Lebensqualität weiter verbessern," so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der gestrigen Preisverleihung. "Es freut mich ganz besonders, allen Gewinnerinnen und Gewinnern persönlich gratulieren zu können und Ihnen mit unserer Auszeichnung eine Bühne bieten zu können."

Die vier Umweltpreisträger:

• Die Fairmittlerei – Verein für Abfallvermeidung und Up-Cycling

Das junge Social Venture vermittelt einwandfrei gebrauchsfähige, aber nicht verkaufsfähige Non-Food-Produkte wie Putz- und Reinigungsmittel, Hygiene- und Büroartikel sowie Werkzeuge und Möbel an gemeinnützige Organisationen.

• BauKarussell – Social Urban Mining mit „Erstes Pilotprojekt für Re-Use im großmaßstäblichen Baubereich“

In Zusammenarbeit mit großen Bauträgern und Projektentwicklern werden Komponenten, die beim Neubau wiederverwertet werden können, ausgebaut, bevor ein Gebäude abgerissen wird. Gleichzeitig werden Arbeitskräfte aus sozialwirtschaftlichen Unternehmen im Rahmen des Projektes eingesetzt, die damit Qualifizierung, Jobtraining und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

• R.U.S.Z. – Reparatur- und Service-Zentrum für das Projekt ‚Nutzen statt Besitzen‘ 

Durch das Waschmaschinen-Leasingmodell wird unnötigem Ressourcenverbrauch und der Produktion von Gerätschaften mit geplanten Obsoleszenzen keine Chance gegeben. Dabei greift das Unternehmen auf jahrelange Expertise im Reparaturbereich sowie auf soziale Kompetenz als Beschäftigungsstätte von Langzeitarbeitslosen bzw. Ausbildungsstätte für Jugendliche zurück.

• Bernhard AV GmbH als „CO2 neutraler EMAS Pionier in der Kongress- und Konferenztechnik“

Das Unternehmen setzt Umweltschwerpunkte nach innen und außen und unterstützt außerdem Green Meetings und Events als Technikausstatter.

 

112 ausgezeichnete OekoBusiness Wien Betriebe

Neben den Umweltpreisträgern hatten noch viele weitere Unternehmen am gestrigen Abend allen Grund stolz zu sein. „Wir durften dieses Jahr 112 Betriebe für ihre Teilnahme an OekoBusiness Wien auszeichnen. Sie alle geben Anstoß, eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft in Wien weiter auszubauen und bestärken uns, dieses erfolgreiche Projekt weiterzuführen“, so Ulli Sima, als eine der ersten GratulantInnen.

Insgesamt haben seit Start der Initiative 1998 mehr als 1.200 Betriebe teilgenommen, im vergangenen Jahr sind 34 neue Betriebe dazugekommen, 78 wurden wieder ausgezeichnet. Damit konnten im Jahr 2017 folgende Einsparungen erzielt werden:
• 4,89 Millionen Euro Betriebskosten
• 12.635 Tonnen CO2 – damit könnten 2.127 Heißluftballone befüllt werden
• 180 Tonnen Abfall – ein Turm aus 120-Liter-Mistkübeln dieser Menge wäre knapp 3,4 Kilometer hoch
• 39,67 Gigawattstunden Energie – damit könnte man 13.220 Haushalte ein Jahr lang versorgen
• 130.000 Transportkilometer – damit könnte man mehr als 650-mal die Strecke Wien-Graz fahren

Werbung
Werbung