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Teil 5: Was bringen Preise?

24.02.2015

Was für und wider die Teilnahme an Wettbewerben und Auszeichnungen wie TRIGOS & Co spricht.

„Darauf sind wir jetzt schon ein wenig stolz“ postete „Die Wirtschaft“ vor kurzem auf ihrer facebook-Seite. Grund war der zweite Platz des Wirtschaftsverlages beim „fairtrade@work-award“ in der Kategorie 26-250 Mitarbeiterinnen, der kürzlich erstmals vergeben wurde. Außerdem hat das CSR-Team beschlossen, dass der ÖWV/MMA heuer für den TRIGOS einreicht – der CSR-Auszeichnung für heimische, nachhaltig wirtschaftende Unternehmen.
Langsam aber stetig wächst die Zahl ausgeschriebener Auszeichnungen und Preise, die nachhaltige und verantwortungsvoll agierende Unternehmen und Organisationen vor den Vorhang holen. Neben den oben genannten gibt es noch weitere Awards (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit): ASRA – Austrian Sustainability Reporting Award für Nachhaltigkeitsberichte; SEA – Sustainable Entrepreneurship Award; SIA – Social Impact Award; „nachhaltig gewinnen“ für Kultur- und Sportveranstaltungen; NestorSozialmarie; fair-finance. Daneben gibt es noch einige regionale aber auch internationale Auszeichnungen.
Was kann oder soll mit solchen Auszeichnungen erreicht werden?
Zweierlei Wirkrichtung lässt sich ausmachen:

Innerhalb des Unternehmens:

  • durch das Ausfüllen der Einreichunterlagen ist man gezwungen, seine Nachhaltigkeitsaktivitäten zu präzisieren – und entdeckt eventuell Lücken
  • die Motivation und Unterstützung für die Nachhaltigkeitsaktivitäten innerhalb des Unternehmens kann gesteigert werden
  • die Reputation des Unternehmens/der Organisation wird gesteigert – sowohl bei den Mitarbeiterinnen als auch bei den Kundinnen und Investorinnen
  • durch die erhöhte Aufmerksamkeit wird man als Unternehmen auch genauer angeschaut – die Gefahr, dass CSR nur als „Greenwashing“ verwendet wird, wird kleiner, denn nur wer es ernst meint und ganzheitlich nachhaltig agiert, wird sich dem genauen Blick der kritischen „CSR-Community“ aussetzen.

Außerhalb des Unternehmens:

  • die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für Nachhaltiges Wirtschaften wird gesteigert
  • positive Auswirkungen von Unternehmen, die CSR als Managementansatz einsetzen, werden einem breiten Publikum sichtbar gemacht
  • Best Practices laden zur Nachahmung und zum Austausch ein
  • Innovative Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme werden gefördert

Allerdings muss man sich eben auch bewusst sein, dass mehr Angriffsfläche für Kritik entsteht, wenn ein Unternehmen für eine Auszeichnung einreicht: was hat „fairtrade@work“ mit dem Kerngeschäft eines Medienunternehmens zu tun, könnte man fragen. Die Antwort ist, dass der faire Einkauf in einem mittelgroßen Unternehmen eben auch ein Teil der Verantwortung ist und einen nicht unbeträchtlichen „Impact“ hat – quasi die Kür zur Hausaufgabe! Die Hausaufgabe orientiert sich allerdings immer am Kerngeschäft.
Wie der Wirtschaftsverlag seine Hausaufgaben macht, können Sie hoffentlich bald beim TRIGOS erfahren – und natürlich auf www.wirtschaftsverlag.at.


Über die Autorin:

Alexandra Adler ist Geschäftsführerin von WEITSICHT – büro für zukunftsfähige wirtschaft und CSR-Beraterin des Österreichischen Wirtschaftsverlages/Medizin Medien Austria

a.adler@weitsicht.solutions

Autor/in:
Alexandra Adler
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