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Teil 4: Picking the low hanging fruits

26.01.2015

Maßnahmen, die der Nachhaltigkeit dienen, müssen nicht zwangsläufig teuer und schwer umsetzbar sein – einzig die Nähe zum Kerngeschäft ist entscheidend!

Okay, ich habe bisher einiges über die Idee CSR (bitte link auf die erste Kolumne setzen) geschrieben und Definitionen und Konzepte skizziert. Aber was können Sie damit anfangen, wenn Sie als Unternehmerin oder Unternehmer sich entscheiden, in Zukunft nachhaltig zu wirtschaften? Einfach drauf los? Den Mitarbeiterinnen morgen einen Obstkorb hinstellen? Ab jetzt ordentlich Müll trennen?

Die Antwort ist einfach und auch wieder nicht. Müll trennen ist gut, aber nicht unbedingt das Wichtigste für IHR Unternehmen. Wenn Sie es ernst meinen, müssen Sie es strategisch angehen: Eine Guideline  finden, die Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Bild von Nachhaltigkeit entspricht. Ihre internen und externen Stakeholder definieren. Ihr Kerngeschäft analysieren. Ihre Stärken und Schwächen in Bezug auf Auswirkungen auf Umwelt/Gesellschaft/Markt/Stakeholder ans Tageslicht bringen : über die Stärken dürfen Sie sich freuen und Sie in Ihrem internen Mapping - und auch für zukünftige Nachhaltigkeitsberichte - hervorheben. Die Schwächen betrachten Sie am besten als Chancen für positive Veränderung. Denn es geht ja darum, verantwortlich zu agieren – dafür müssen aber die Auswirkungen des eigenen Handelns bekannt sein. 

Jetzt folgt das Priorisieren der anstehenden To-Do’s: Unterteilen Sie die gefundenen Themen in sehr wichtig, wichtig und weniger wichtig – dann wissen Sie schon, was Sie ab morgen anders machen könnten!
Analysieren Sie die gefundenen Punkte auch von der Realisierbarkeit: einiges lässt sich oft schnell und kostengünstig umsetzen. Diese sogenannten low-hanging fruits dürfen Sie pflücken!

Sie können oft genau so wirksam und wichtig sein, wie andere, schwerer realisierbare Projekte. Sie können als Motivation für die MitarbeiterInnen dienen oder einfach den Wünschen einer Stakeholdergruppe entsprechen. Manchmal sind es bloß Gewohnheiten oder Traditionen, die nie jemand ob ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt hat. Wahrscheinlich werden sogar 80 Prozent der gefundenen wesentlichen Themen mit relativ einfachen Mitteln zu lösen sein können.
Um glaubwürdig zu bleiben, mischen Sie einfach die low-hanging fruits mit schwerer umsetzbaren Maßnahmen in einem Umfang, der plausibel ist  – Hauptsache, Sie orientieren sich dabei an Ihrem Kerngeschäft!

https://www.respact.at/site/angebote/toolsinstrumente/internationaleleitsaetze

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Wenn Sie Unterstützung bei diesem Prozess wünschen, bietet weitsicht – büro für zukunftsfähige wirtschaft Lösungen speziell für KMUs. Email an a.adler@weitsicht.solutions


Über die Autorin:

Alexandra Adler ist Geschäftsführerin von WEITSICHT – büro für zukunftsfähige wirtschaft und CSR-Beraterin des Österreichischen Wirtschaftsverlages/Medizin Medien Austria

a.adler@weitsicht.solutions

Autor/in:
Alexandra Adler
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