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Teil 2: CSR ist tot! PPP ist bankrott!

28.10.2014

Egal, welcher Definition und welchem Konzept für nachhaltiges Wirtschaften man folgt – die zentrale Frage ist immer: „Wie mache ich meinen Profit?“ – Alexandra Adler gibt Beispiele für hausgemachte und von außen kommende Gefährdungen des Unternehmenserfolges. 

„CSR ist tot! [...] PPP ist bankrott!“ , so sprach Peter Bakker, CEO des World Business Council for Sustainable Developmentam diesjährigen respACT Tag. „Nachhaltige Wirtschaft“ sei der angesagte Terminus und es drehe sich dabei um die Frage, wie verletzlich das eigene Unternehmen, die eigene Organisation angesichts globaler und regionaler Trends ist.

Versteht man unter Corporate Social Responsibility (CSR) das Übernehmen der Verantwortung von Organisationen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft [...] (EU Kommission 2011), so beschreibt die Triple Bottom Line das KonzeptPeople, Planet, Profit (PPP). In ein ausgewogenes Verhältnis gebracht, soll eine Win-Win-Win-Situation für Gesellschaft, Umwelt und Unternehmen entstehen. Fehlt noch die Einbindung der Stakeholder, also all jener Personen(gruppen), die von den Auswirkungen der Tätigkeit einer Organisation betroffen sind oder auf diese einwirken. Das eher charity-lastige   Shared Value - Konzept - andere am Profit teilhaben zu lassen, sei auch noch erwähnt.

Konzepte gibt es eine Vielzahl, auch mit Kritik wird nicht gespart – all zu oft wurde und wird noch immer Greenwashing betrieben – also das „grüne (soziale, faire, ...) Deckmäntelchen über’s „schmutzige“ Geschäftemachen gebreitet.

Doch es geht auch anders. Und die wichtigste Frage lautet:Wie mache ich meinen Profit? Auf Kosten der Umwelt? Auf Kosten der MitarbeiterInnen? Am Rücken der AnrainerInnen? Kümmert es mich, wenn meine Lieferanten in Produktionsländern Kinder ausbeuten/Löhne zahlen, von denen die Menschen nicht leben können/die Flüsse dort verschmutzen/...?

Bei der Analyse zu dieser wichtigsten Frage tauchen die Antworten auf die anfänglich Zitierte automatisch auf: Gibt es genug Rohstoffe, um meine Produktion auf 10 Jahre und länger zu sichern? Woher bekomme ich in Zukunft gute MitarbeiterInnen? Was bedeutet die Überalterung der Gesellschaft für mein Unternehmen? Wie reagieren KundInnen auf meine Produkte/Dienstleistungen? Betrifft der Klimawandel meine Unternehmensstandorte?

Könnte mich ein „Shitstorm“ treffen? Und so weiter und so weiter!

Nachhaltig wirtschaften heißt, den Erhalt des Unternehmens, der Organisation langfristig zu sichern – das kann schon jetzt nicht geschehen, ohne einen Blick aus dem Unternehmen heraus zu machen und zu erkennen, dass globale Probleme uns alle, jeden Einzelnen, jedes noch so kleine Unternehmen, betreffen.

Ob man es jetzt also Nachhaltige Wirtschaft nennt oder doch CSR – das Ziel, den Fortbestand unseres Unternehmens UND einer lebenswerten Gesellschaft zu sichern, mit unserer Geschäftstätigkeit zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen, bleibt doch das selbe!

PS: Hier können Sie sich einbringen, wenn es um den Wirtschaftsverlag geht!


Über die Autorin:

Alexandra Adler ist Geschäftsführerin von WEITSICHT – büro für zukunftsfähige wirtschaft und CSR-Beraterin des Österreichischen Wirtschaftsverlages/Medizin Medien Austria

[email protected]

Autor/in:
Alexandra Adler
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