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Die Verfasserin des Siegerbeitrags Jana Djordjevic

Siegerbeitrag von "Zeitung in der Schule" zum Thema Vereintes Europa

04.06.2018

Der Verein Zeitung in der Schule (ZiS) stärkt die Lesefertigkeit, die Medienkompetenz und das Demokratieverständnis junger Menschen in ganz Österreich. Unter dem Titel „Vereintes Europa! Meine Chance oder mir egal?“ hat ZiS in Kooperation mit dem Debattierclub „Misch dich ein“ einen Schreibwettbewerb initiiert. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben an dem Wettbewerb teilgenommen und ihre Beiträge eingeschickt. Jana Djordjevic (BHAK Neumarkt/Wallersee) hat die Jury im Hinblick auf die Kriterien Originalität, Relevanz, sprachliche Gewandtheit, Innovationsgehalt sowie die richtige Verwendung einer journalistischen Textsorte überzeugt und holte sich den ersten Platz.

Ein Hoch auf Europa!

Europa als Kontinent existiert schon länger, als der Mensch denken kann. Über Jahrmillionen hat sich die heutige Form, mit beispielsweise dem Stiefel des heutigen Italien gebildet. Aber nicht nur die Topografie Europas hat sich geändert, sondern mit der Zeit auch die Ländergrenzen, die einzelnen Kulturen und Menschen. Konflikte sind entstanden, Kriege wurden geführt, Helden wurden geboren. Das alles geschah in unserem Europa. In Italien wurde entdeckt, dass die Erde rund ist, in Frankreich wurde der Regenschirm erfunden und in Griechenland fand die Dampfmaschine ihren Ursprung. Aber in Europa wurden nicht nur weltverändernde Erfindungen gemacht. Über Jahrtausende wurden Schlachten ausgetragen und Länder erobert. So entstand das heutige Europa. Vom Antiken Griechenland, über die Römer und den Habsburgern bis zur Europäischen Union. Durch die lange Geschichte unseres Kontinents können wir unser Leben so führen, wie wir es heute kennen, mit Grundrechten, wie das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit.

Aber bietet für mich das heute „vereinte“ Europa noch Chancen? Fühle ich mich mehr als Europäerin oder Österreicherin oder doch als Serbin? Vor allem uns Schülerinnen und Schülern wurden schon oft diese Fragen im Unterricht gestellt. Meine Antwort lautet: Ja, Europa bietet mir Chancen. Jede Europäerin und jeder Europäer kann beispielsweise in ganz Europa studieren. Dabei stehen mehrere Organisationen der Europäischen Union zur Seite. Dadurch werde ich nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell unterstützt. Ich kann mein Wissen erweitern und andere Kulturen und Traditionen kennenlernen. Aber auch nach einer Ausbildung kann ich friedlich und ohne Sorgen innerhalb Europas in ein anderes Land reisen, dort leben, arbeiten und eine Familie gründen. Besonders durch den Freien Dienst-, Personen-, Geld- und Warenverkehr in der EU ist es um Einiges leichter, meine eigenen Träume zu erfüllen und mit anderen Menschen und Unternehmen zusammenzuarbeiten. Durch die Kooperation der europäischen Staaten ist der Friede in Europa stabil und uns Bürgerinnen und Bürgern geht es gut. Ich fühle mich definitiv als Europäerin, da meine gesamte Familie auf diesem Kontinent verteilt ist. Hier sind meine Heimat und meine Geschichte.

Die Vielfalt an Kulturen wird oft als negativ betrachtet, da es auch ein Hindernis darstellt für ein gemeinsames Europa. Jedoch beweist genau unser Kontinent das Gegenteil. Die Sprachen, Traditionen und Kulturen von Europa sind keineswegs ein Hinderungsgrund, sondern eine Chance, miteinander besser zusammenzuarbeiten, einander zu tolerieren und solidarisch zu handeln. Vom spanischen Flamenco bis zum Schnitzel in Österreich. All dies macht das Leben in Europa lebenswert und hilft einem selbst, seine Persönlichkeit besser zu entfalten. Ja, ich bin stolz darauf, eine Europäerin zu sein. Ich persönlich habe mehrere Heimaten, die ich über alles schätze und liebe. Menschen respektieren und helfen einander, dabei spielt es keine Rolle, ob man aus einem kleinen Dorf in Spanien kommt oder aus dem finnischen Helsinki. Man ist nur stark, wenn man Kräfte, Wissen und Erfahrungen bündelt und vereint. Das hat Europa definitiv unter Beweis gestellt. Es ist ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit durch Friede, Freiheit und Zusammenhalt funktionieren kann. Auch in Zukunft wird Europa Kultur und Vielfalt in sich aufnehmen für die nächsten Generationen.

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