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Ökologie als Megatrend der Immobilienwirtschaft

17.01.2018

Der Druck des Kapitalmarktes schafft Nachhaltigkeitsbewusstsein - und zertifizierte Green Buildings haben einen höheren Objektwert.

Advicum-Partner Mathias Ortner sieht Mehrerträge bei Vermietung und Verkauf für zertifizierte "grüne" Immobilien

Immobilien-Unternehmen, die nachhaltige Strategien bereits in ihren Geschäftsabläufen implementiert haben, weisen heute höhere Umsatzrenditen, überdurchschnittliches Unternehmenswachstum, ein positiveres Image und höhere Zufriedenheit bei Stakeholdern auf. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse der Wiener Unternehmensberater Advicum Consulting. Andererseits sei eine nachhaltige Immobilienwirtschaft mit steigender Komplexität des Baumanagements verbunden. Die Bedeutung des Themas für die Branche zeige auch die wachsende Vielfalt an Zertifizierungsstandards.

„Green Buildings“ mit finanziellem Mehrwert

„Neben dem Umweltgedanken wird durch nachhaltiges Immobilienmanagement ein Mehrwert geschaffen, der sich in höheren Mieten, weniger Leerstand und Steigerung des Objektwertes niederschlägt“, betont Immobilien-Experte und Advicum-Partner Matthias Ortner. Laut aktuellen Studien könne in der Assetklasse Immobilien trotz höherer Baukosten für „Green Buildings“ ein um bis zu 16 Prozent höherer Verkaufspreis erzielt werden. Die Reduktion der Nebenkosten in nachhaltigen Gebäuden erhöhe zudem den eigentlichen Mietertrag. „Vor allem in Toplagen werden zertifizierte Gebäude bedeutender, da der Kapitalmarkt Druck ausübt“, so Ortner. Es sei daher anzunehmen, dass das rasante Wachstum des Green Building-Marktes auch weiterhin nicht abreißen werde.

Immobilienbranche setzt auf Corporate Social Responsibility

Über Nachhaltigkeitsstrategien hinausgehend setzen sich auch Corporate Social Responsibility-Konzepte, die alle sozialen, ökologischen und ökonomischen Beiträge eines Unternehmens verantwortungsvoll integrieren, in der Immobilienbranche immer stärker durch, wie die Advicum-Analyse zeigt. Umfragedaten belegen, dass 63 Prozent der Unternehmen dadurch finanzielle Einsparungen erwarten, für 58 Prozent ist der Druck des Kapitalmarktes, für 42 Prozent die Erwartung der Kunden ein wesentlicher Antrieb. Dass mit dem CSR-Bewusstsein auch Marketingüberlegungen einher gehen, beweist nicht zuletzt die deutlich steigende Anzahl von „Sustainability Reports“ börsennotierter Immobilienunternehmen.

Blick in die Zukunft

„Künftig werden Immobilien aber nicht nur einen geringeren Energie- und Rohstoffbedarf haben. Mit neuen Konzepten wie z.B. Vertical Farming (Ackerbau an Gebäudefassaden), kann aktiv der globalen Ressourcenknappheit begegnet werden“, betont Advicum-Experte Ortner. Der steigende Meeresspiegel und der weltweite Bevölkerungsanstieg regen zudem auch die technische Kreativität an. So gibt es bereits Modelle von schwimmenden Städten, die neuen Wohn- und Lebensraum schaffen, ohne die angeschlagene Ökologie des Festlandes zusätzlich zu belasten.

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