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Fleischkonsum als Klimakiller

29.11.2018

Fleischproduktion und globale Viehwirtschaft sind unterschätzte Klimakiller: Rund 20 % aller Treibhausgase gehen auf die weltweite Tierhaltung zurück. Ein Umdenken der Konsuementen ist dringend erforderlich und Alternativen sind gefragt.

Die aktuell praktizierte Klimapolitik würde bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur von rund 3 Grad Celsius führen. Die Konsequenzen treffen weite Teile der Welt bereits heute auf immer verheerendere Weise, wie zuletzt etwa die katastrophalen Unwetter in Italien. Der ungebremste Fleischkonsum leistet dabei einen nicht unwesentlichen Beitrag: Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch setzt rund 13 Kilogramm CO2 frei und benötigt zudem 15.000 Liter Wasser. 

Bewusstsein vorhanden – Konsumverhalten ändert sich langsam

Einer aktuellen Umfrage[2] zufolge, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent im Auftrag von Hermann, ist einem Großteil der KonsumentInnen durchaus bewusst, dass ihr Konsumverhalten zum Klimawandel beiträgt. So gaben 66,8 Prozent der Befragten an, dass sie denken, dass eine nachhaltige Ernährungsweise sehr bis eher zum Klimaschutz beitragen kann. Dem Großteil (75,8 Prozent) war in diesem Zusammenhang auch bewusst, dass steigender Fleischkonsum negative Auswirkungen auf das Weltklima nach sich zieht. Das tatsächliche Einkaufsverhalten spiegelt diese Erkenntnis jedoch beim Fleischeinkauf nur bedingt wider. Gefragt nach den Kriterien für die Produktauswahl bei Fleisch, gaben nur rund ein Viertel (25,3 Prozent) der Befragten an, sich an „Nachhaltigkeit“ zu orientieren.

Alternativen anbieten

„Für uns zeigt dieses Ergebnis, dass viele Personen zwar wissen, dass sie etwas zum Klimaschutz beitragen können, jedoch nicht, wie sie das beim Einkaufen und Kochen praktisch umsetzen können“, kommentiert Hermann Neuburger die Studie. Und tatsächlich –  das Angebot an fleischlosen Alternativen wird als überschaubar empfunden: Nur 13,0% bezeichnen die Auswahl als sehr gut, 21,0% zumindest als eher gut. „Genau hier setzen unsere Produkte an. Mit unserer Linie Hermann, die vegetarisch und auf Basis des Kräuterseitlings produziert wird, bieten wir Personen, die gern Fleisch essen aber ihren Konsum reduzieren wollen, eine geschmacklich hervorragende Alternative“, führt Neuburger aus.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich die Ernährungsweise der ÖsterreicherInnen in den letzten fünf Jahren zu Gunsten eines geringeren Fleischkonsums gewandelt hat und in den kommenden fünf Jahren wohl weiter wandeln wird: 43,8 Prozent geben an, dass sich ihr Fleischkonsum in den vergangenen fünf Jahren verringert hat und ein knappes Drittel (31,6 Prozent) hält es für sehr bis eher wahrscheinlich, ihren Fleischkonsum in den kommenden fünf Jahren zu verringern. „Seit Markteinführung unserer vegetarischen Linie steigt der Absatz kontinuierlich. Das zeigt, dass hochwertige Alternativen von den KonsumentInnen sehr gut angenommen werden, die Nachfrage ist eindeutig vorhanden. Es liegt also an uns NahrungmittelproduzentInnen, auf das Bedürfnis nach klimagerechten und gleichzeitig geschmacklich guten Alternativen einzugehen und unser Angebot dementsprechend zu gestalten. Nur so können wir gemeinsam aktiv gegen die weitere Klimaerwärmung antreten“, so Neuburger abschließend.

 
[2] Befragung im Oktober 2018, Stichprobengröße: n=500, repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung
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