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Erneuerbare Energietechnologien 2017- eine Erfolgsgeschichte

20.06.2018

Das Technologieministerium präsentiert die aktuelle Marktentwicklung für Photovoltaik, Wärmepumpen und Windkraft.

Die Marktentwicklung von Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energie in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Wind weisen im Vergleich zu 2016 deutlich mehr Bereiche auf, in denen ein Wachstum zu verzeichnen war. Die Bereiche Biomassebrennstoffe, Biomassekessel, Photovoltaik und Wärmepumpen wiesen ein deutliches Wachstum auf, während die Bereiche Biomasseöfen, Solarthermie und Windkraft rückläufige Verkaufszahlen bzw. Neuinstallationen zeigten. Das geht aus der Marktstudie des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums über innovative Energietechnologien 2017 hervor.

Nach Jahren des konstanten Wachstums zählt die Photovoltaik 2017 zu den Gewinnern. „Trotz schwieriger Umstände, noch unter dem alten Ökostromgesetz, ist es gelungen den jährlichen Zubau um 11 Prozent zu steigern. Im vergangenen Jahr wurden PV-Anlagen mit einer Leistung von 172,9 Megawatt zugebaut, womit in Österreich 1,269 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert sind“, so DI Vera Immitzer, Generalsekretärin vom Bundesverband Photovoltaic Austria. Mittlerweile wird mehr als 2 % des österreichischen Stromverbrauchs durch Photovoltaik-Anlagen gedeckt.

Die Dekarbonisierung des  Wärmemarktes hängt im Wesentlichen von der Markdurchdringung CO2-armer bzw. freier Technologien ab. Mit einem Zuwachs von 9,1% an Wärmepumpensystemen im Jahr 2017, haben sich Wärmepumpen  zu den Absatzstärksten erneuerbaren Heizungssystemen entwickelt. Neben  19.000 Heizungswärmepumpen wurden knapp 6.000 Brauchwasserwärmepumpen abgesetzt. Damit ist jedes vierte in Österreich verkaufte Heizungssystem bereits eine Wärmepumpe.

„Zur Erreichung unserer Klima- und Energieziele ist es jedoch noch ein langer Weg. Die Entwicklung und der Marktausbau mit Wärmepumpen muss drastisch beschleunigt werden, denn über 2.000.000 Haushalte in Österreich heizen derzeit noch mit Öl oder Gas.“ so Richard Freimüller, Verbandspräsident Wärmepumpe Austria. Positiv ist der Ausbau von Ökostrom durch Photovoltaik und Windkraft, den Wärmepumpen, die mit Ökostrom betrieben werden, sind zu 100 % CO2-frei. Die österreichische Wärmepumpen-Branche erwirtschaftet jährlich mehr als 300 Millionen Euro Umsatz und einen Beschäftigungseffekt von 1.300 VZÄ und entlastet die Umwelt jährlich um  600.000 t CO2.

Derzeit erzeugen 1260 Windräder mit einer Leistung von 2844 MW 7 Milliarden Kilowattstunden Windstrom, soviel wie 11% des österreichischen Stromverbrauches. Mit knapp 180 Firmen der Zuliefer- und Dienstleistungsbrache erwirtschaftet die Windenergie in Österreich gemeinsam mit dem Betrieb der Windräder mehr als 1 Milliarde Euro. 4400 Personen arbeiten für die Windenergie in Österreich. Unter den Zulieferfirmen befinden sich sogar einige Weltmarktführer in ihren Sparten. Schwierige gesetzlich Rahmenbedingungen haben aber den Windkraftausbau in den letzten Jahren kontinuierlich seit 2014 um 48% einbrechen lassen. „Mit der Klima- und Energiestrategie und dem Regierungsziel bis 2030 eine 100%-ige erneuerbare Stromversorgung zu erreichen hofft die Branche nun auf eine Trendumkehr. Bis 2030 könnte die Windbranche ihre Stromerzeugung auf 22,5 Milliarden Kilowattstunden verdreifachen“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Die Windenergie sorgt nicht nur für sauberen Strom, sondern schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze. Diese Zukunftschance gilt es zu nutzen.“

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