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Wie ich dir, so du mir

30.03.2017

Neun Gebote für ein gutes Miteinander.

Für Lehrlinge

  1. Du grüßt als Erster
    Der Jüngere grüßt den Älteren, der Herr die Dame. Das kannst du auch von allen anderen erwarten.
  2. Du oder Sie?
    Unter Gleichaltrigen ist das keine Frage. Überall sonst muss dir das „Du“ vom Älteren/Ranghöheren angeboten werden.
  3. Denk’ dich in ihre Welt
    Versuche zu verstehen, wie Erwachsene ticken. Frag dich: Von wem kann ich mir etwas abschauen, das ich wirklich gut finde?
  4. Sei pünktlich. Immer.
    Gewöhn’ dir an, fünf Minuten zu früh zu jedem Termin zu kommen. Wer seine Zeit im Griff hat, dem traut man auch sonst mehr zu.
  5. Mach gutes Benehmen nach
    Bitte, danke, grüßen, Tür aufhalten, Vortritt lassen: Dein Ausbilder zeigt dir vor, wie es geht. Über das Fachliche hinaus bringt er dir Dinge bei, die du brauchen wirst.
  6. Bleib cool
    Diskutiere nicht mit deinem Ausbilder. Wenn du etwas nicht nachvollziehen kannst, bitte ihn um eine Erklärung und akzeptiere sie. Noch weiß er mehr als du.
  7. Denk’ den nächsten Schritt
    Jeder kann tun, was einem gesagt wird. Frag du dich daher: Wenn das erledigt ist, was ist dann der nächste Schritt? Die wirklich Guten erkennt man daran, dass sie vorausdenken.
  8. Verletze niemanden
    Gemeint sind die Gefühle anderer. Behandle alle anderen so, wie du selbst behandelt werden willst. Hast du Zoff, bleib sachlich. Auszucken heißt nur, dass du dich (noch) nicht im Griff hast.
  9. Geh’ auf Augenhöhe
    Willst du behandelt werden wie ein Erwachsener oder wie ein kleines Kind? Wenn du für voll genommen werden willst, verhalte dich auch so. Es lohnt sich.

Für Ausbilder

  1. Du bist das Vorbild
    Ob jung oder alt, alle Menschen sind gleich viel wert. Behandle sie auch so.
  2. So nah wie möglich, so weit wie nötig
    Junge Leute brauchen Orientierung. Zeig’ ihnen den richtigen Weg, aber wahre deine professionelle Distanz.
  3. Denk’ dich in ihre Welt
    Verstehe, wie junge Menschen ticken. Frag dich: Als ich jung war, wie hätte ich mir gewünscht, dass Erwachsene zu mir sind?
  4. Sei pünktlich. Immer.
    Ein Termin ist ein Termin. Egal ob mit einem Lehrling oder mit dem Vorstand. Was du von anderen erwartest, musst du selbst vormachen.
  5. Mach gutes Benehmen vor
    Bitte, danke, grüßen, Tür aufhalten, Vortritt lassen: Zeige vor, wie es geht. Aus höflichen Jugendlichen werden höfliche Erwachsene. Und du bist ihr Vorbild.
  6. Bleib cool
    Erkläre deinem Lehrling ruhig, klar und in verständlichen Worten, warum etwas so und nicht anders geschehen soll. Verkneif’ dir persönliche Kommentare, wenn etwas noch nicht klappt.
  7. Erkenne an, was gut ist
    Gute Leistung verdient es, extra erwähnt zu werden. Lobe, wann immer du kannst! Auch Dinge, die dir selbstverständlich scheinen. Für deinen Lehrling sind sie es noch nicht.
  8. Gib faires Feedback
    Gib sachliche Rückmeldung, ohne persönlich zu werden. Spare dir Floskeln wie „immer“ und „nie“. Sag, was du heute beobachtet hast und wie du es morgen willst.
  9. Verdien’ dir die Augenhöhe
    Akzeptiere, dass Jugendliche anders kommunizieren, und komm’ ihnen so weit wie möglich entgegen. Wer besser kommuniziert, wird auch besser verstanden.

Autor:
Mara Leicht

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