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Carployee v.l.n.r.: Gernot Panholzer (CPO), Albert Vogl-Bader (CEO), Moritz Wenko (CTO) und Kambis Kohansal Vajargah (COO)

Wie der Berg zum Propheten kommt

25.07.2019

Ausbildungsbetriebe, die außerhalb von Großstädten liegen, haben es noch schwerer als alle anderen. Jugendliche sind oft nur in Richtung Großstadt mobil, denn in die Stadt gibt es in den Morgenstunden viele Verbindungen - und am Abend wieder zurück. Es braucht also Wege, wie die Jugendlichen in die andere Richtung oder zu Zeiten unterwegs sein können, wo deren Eltern noch wenig Freude haben, als Fahrer zu agieren. Was liegt also näher, als die eigenen Mitarbeiter, die ja sowieso den selben Weg haben, zu nutzen? Das haben sich auch 4 junge Innovateure aus Oberösterreich gedacht und eine Mitfahr-App programmiert.

Die Idee hinter dieser Innovation ist eigentlich simpel und passt nicht nur zum Mobilitätsthema, sondern auch zum Umweltschutz. "Mit möglichst wenigen Autos möglichst viele Mitarbeiter in die Firma fahren​" formuliert es CEO Albert Vogl-Bader, der das Unternehmen 2018 gemeinsam mit Gernot Panholzer (CPO Frontend), Moritz Wenko (CTO Backend) und Kambis Kohansal Vajargah (COO) gegründet hatte.  Im Wesentlichen ist Carployee eine Software, die jene miteinander verbindet, die sowieso in die selbe Richtung müssen. Damit lässt sich der Bedarf an Fahrzeugen und somit auch der Co2 Austausch reduzieren. Was hinsichtlich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und CSR an sich schon eine gute Idee ist.

Diese Themen sind speziell für Jugendliche wichtige Argumente, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Kein Wunder also, dass die App das Interesse von Robert Frasch, Österreichs führendem Experten für die duale Ausbildung, gefunden hat. "Bei einer Generation, die nicht arbeiten muss, um Geld zu verdienen sind jene Ausbildungsbetriebe im Vorteil, die über den reinen Wirtschaftszweck hinaus denken" ist er überzeugt. Noch viel wichtiger ist für ihn aber ein weiterer Aspekt, der bei der Gründungsidee gar nicht im Fokus war. "Die Entscheidung für eine Lehrstelle scheitert oft an der räumlichen Distanz. Da ist es ein gutes Argument - auch für die Eltern, deren Leben dadurch einfacher wird - wenn der Betrieb dieses Problem aktiv lösen kann." Als Begleiteffekt wird durch das gemeinsam Fahren auch noch die Vernetzung von Lehrlingen und Mitarbeitern gestärkt, ist der Experte überzeugt.

Die ersten Unternehmen sind bereits dabei, dieses innovative Tool zu nutzen und Investoren statten das Start-Up mit Kapital aus. Ein sicheres Zeichen dafür, dass dieses Tool großes Potential besitzt und es zumindest wert wäre, es sich näher anzusehen.

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