Direkt zum Inhalt
Planspiel im 2. Lehrjahr

Planspiele bei Würth Hochenburger

29.08.2017

„Miteinander an der Zukunft bauen“ – unter diesem Motto gestaltet die Würth-Hochenburger Gruppe für ihre Lehrlinge ein umfanreiches Zusatzangebot. Dieses Motto beginnt beim Lernen darüber, was verantwortungsvolles Handeln im Sinne des Unternehmens ausmacht und endet bei den Kunden, die mit Baustoffen versorgt werden.

Wie alles begann: Als Michaela König, verantwortlich für den Bereich Personalentwicklung, 2016 den Ausbildungsplan überarbeitete, waren ihr die eigenen Studienerfahrungen mit Planspielen noch gut in Erinnerung. Daher war bald der Plan geboren, auch zukünftigen Fachkräften die Möglichkeit zu geben, die eigenen Erfahrungen mit dem praktischen Erleben von Entscheidungen und deren Auswirkungen zu verknüpfen. Wichtig war ihr dabei, den Lehrlingen einen Überblick über ein Unternehmen in seiner Gesamtheit zu ermöglichen. Nicht zuletzt, um ein besseres Verständnis für alltägliche Entscheidungen im eigenen Unternehmen zu erwerben. Neben diesen Basisanforderungen an ein Planspiel waren die Erwartungen an die TrainerInnen maßgeblich. Denn speziell aufgrund der jugendlichen Zielgruppe mußten diese in der Lage sein, einfache, leicht verständliche und vor allem umsetzbare Erklärungen zu liefern.

Das Planspiel: Onkel Alfi’s Erben

Unser Bildungsschritt 1: Nach einigen Angeboten und den dazugehörigen Vorbesprechungen fiel die Wahl auf das Österreichische Planspielzentrum von Karl Kaiblinger. Als Basisplanspiel wurde „Onkel Alfi’s Erben“ gewählt. Wohl weniger wegen dem Titel als vielmehr wegen der komplexen Ausgangssituation. Denn bei diesem Planspiel geht es darum, ein Unternehmen zu erben. Die Komplexität lässt dabei nicht lange auf sich warten, denn zunächst muss das potentielle Erbe bewertet werden. Machen die vorhandene Liquidität, der Warenbestand und die Marktstellung das Erbe überhaupt sinnvoll? Oder wäre es besser, das Erbe erst gar nicht anzunehmen?

Was wir lernten: Die TeilnehmerInnen lernten, was relevant und wichtig ist, damit ein Unternehmen langfristig erfolgreich agieren kann. Sie erkennen Schritt für Schritt die Zusammenhänge im Unternehmen kennen und die „Stellhebel“ für erfolgreiches Agieren.

Wer war dabei: Die Zielgruppe sind die Lehrlinge des 2. Lehrjahres. Sie lernen in dieser ersten Phase wichtige Grundlagen der Betriebswirtschaft kennen. Entscheidungen müssen auch begründet werden und natürlich gibt es bei allen Parametern eine Abstimmung auf das reale Umfeld bei Würth-Hochenburger. In diesen ersten beiden Tagen geht es also darum, die Basis zu erlernen und damit auch das eigene Unternehmen zu verstehen. So werden die Grundlagen geschaffen, für unternehmerisches Denken und Handeln der zukünftigen Fachkräfte.

Bildungsschritt 2: Im Oktober 2017 folgt der zweite Teil

Wer wird dabei sein: Im Teil 2 des Planspiels sind die Lehrlinge dann bereits im 3. Lehrjahr.

Was wir lernen werden: Die Lehrlinge lernen in ihrer Spielrolle als Führungskraft die Auswirkungen von Entscheidungen kennen. Es geht dabei darum, Verständnis für die Anforderungen an eine Führungskraft zu gewinnen. Und auch darum, weshalb gewisse Entscheidungen in bestimmter Weise getroffen werden müssen. Die Tätigkeiten einer Führungskraft werden so bewusst gemacht, dies ist eine optimale Vorbereitung auf die zukünftige Rolle.

Wie die Umsetzung spielerisch gelang

Die Vorbereitung dieser Erweiterung in der Ausbildung fiel deswegen leicht, weil die Ausbildner von Anfang an vor Ort einbezogen wurden. Es wurde ermittelt, wobei und wie man das kaufmännische Denken der WH Lehrlinge konkret unterstützen könne. Diese Erkenntnisse wurden in das Planspielkonzept mit eingebunden. Die Wissensvermittlung über betriebliche Zusammenhänge sowie das Verständnis für die enorme Auswirkung von Entscheidungen und Vorgängen in dezentralen Einheiten waren unter anderem Wünsche der Ausbildner. Sie waren in die Gestaltung der Grundlagen von Beginn an integriert und haben das Konzept mitgetragen. Der gemeinsame Erfolg war das logische Ergebnis.

Das Planspiel für die Lehrlinge wird regional organisiert und bewusst ausserhalb des Unternehmens abgehalten und das bisherige Feedback ist durchwegs positiv. Rückmeldungen wie „sehr interessant“, „war eine Herausforderung“ oder „gute Erklärung“ bestätigen Michaela König darin, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Diesen wird sie in Zukunft mit einem Entsendungsgespräch zwischen Lehrlingen und Ausbildnern noch verstärken. So wird auch bei einem bereits vorbildlichen Ausbildungsbetrieb, wie Würth-Hochenburger, das Verständnis weiter vertieft, dass die Ausbildung der Lehrlinge ein zentraler Baustein für den zukünftigen Unternehmenserfolg ist. Schlussendlich wird man damit wieder dem Motto der Lehrlingsausbildung gerecht: „Miteinander an der Zukunft bauen“.

Weitere Infos:

Lehre bei Würth-Hochenburger

Michaela König, BA, Personalentwicklung

Ampfererstraße 60, 6020 Innsbruck

E: michaela.koenig@wuerth-hochenburger.atT: 0512 2221 5234

Basisinfo zum Planspiel „Onkel Alfi’s Erben“

Senator Karl Kaiblinger, GF Österreichisches Planspielzentrum

Boecklinstraße 78/17, 1020 Wien

E: k.kaiblinger@planspielzentrum.atT: 01 512 51 12  

Werbung

Weiterführende Themen

Stories
14.04.2019

Welser Profile zählt zu den Leitbetrieben des Mostviertels. Kein Wunder. Denkt doch CEO Thomas Welser weit über sein Unternehmen hinaus: Geht’s der Region gut, geht’s uns allen gut.

Ausbildung
19.03.2019

Die Frage, warum alle Personaltagungen immer im Herbst stattfinden, habe ich schon oft gestellt. Vor allem für Ausbilder ist es schwierig, sich neben dem Einarbeiten der neuen Lehrlinge und ...

Handel
15.03.2019

Als einer der größten Arbeitgeber des Landes, engagiert sich die österreichische Rewe Group mit ihren Handelsfirmen Billa, Merkur, Penny, Bipa, Agm und Adeg sowie den Zentralbereichen besonders in ...

Hoteldirektor Austria Trend Hotel Savoyen Vienna, auf der Bühne.
Hotellerie
28.02.2019

Gerne wird mangelndes Engagement beim Nachwuchs in Sachen „Gastgebertum“ beklagt. Das „TheaterHotel“ der Wiener Tourismus- und Wirtschaftsschule Bergheidengasse beweist seit Jahren das Gegenteil ...

Andrea Bertl, Geschäftsführerin epunkt.
Stories
26.02.2019

Bei der Personalsuche stellen sich ­viele KMU wirklich ungeschickt an. Wo typische Fehler lauern und wie man sie vermeidet, weiß die Geschäftsführerin des Recruiting-Unternehmens epunkt Andrea ...

Werbung