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Aktiv ist besser als unsichtbar

22.10.2019

In nahezu allen Branchen das gleiche Bild. Fachkräfte werden händeringend gesucht und das wird sich in Zukunft noch verstärken. Doppelt schwer hat man es dann, wenn Vertrieb & Marketing nicht unbedingt zu den Standardprozessen gehören, zum Beispiel in der öffentlichen Verwaltung. Städte und Gemeinden sind noch dazu meist nicht in der Lage, mit den Budgets großer Unternehmen mitzuhalten, daher braucht es hier eigene Wege. Solche, wie sie die Stadt Eferding beschreitet, denn aktiv sein ist immer besser als unsichtbar.

Dieses aktiv sein beginnt schon damit, sich zu engagieren und sich Zugang zu Informationen zu beschaffen. In Netzwerken, unter Kollegen und manchmal auch "out of the box". Denn wie eingangs erwähnt, Marketing und Vertrieb sind eher nicht die Standardstärken einer öffentlichen Verwaltung. Auch wenn es natürlich immer Ausnahmen gibt, aber Unternehmen die ihre Produkt ständig vermarkten müssen und diesbezüglich harten Wettbewerb gewohnt sind, haben dabei einen Startvorteil.

Die Stadt Eferding hat, auf Basis der vom Österreichischen Städtebund gemeinsam mit Robert Frasch, Gründer von lehrlingspower.at, organisierten Fachgruppen zum Thema Lehrlingsmanagement, überlegt, was man im Rahmen des Budgets und der technischen Möglichkeiten umsetzen kann. Die zentrale Frage war dabei, wie sprechen wir Jugendliche an, die mit Verwaltung wenig anfangen können. Herausgekommen ist dabei eine Kampagne, die seit kurzem auf der Homepage der Stadt online ist. Mit den zentralen Botschaften "Geld verdienen", "Freizeit" und "kurzer Arbeitsweg". Was besonders gelungen ist: die Informationen sind knapp, was in der Stufe Interesse wecken auch Sinn macht. Und vor allem bietet man Einblicke, bei denen man zukünftige KollegInnen zeigt und Statements von Lehrlingen liefert. 

Die Information ist auch zentral auf der News-Startseite platziert und somit für alle gut auffindbar. Natürlich kann man jetzt nachdenken, ob man das noch professioneller lösen kann. Aber viel wichtiger, als lange nachzudenken, ewig Budgets zu verhandeln und in der Umsetzung Zeit zu verlieren ist die Bereitschaft, etwas zu tun. VIele Branchen jammern lieber, unsere Leser wissen welche wir meinen, als etwas zu tun. In diesem Sinne gehören Aktivitäten wie jene in Eferding vor den Vorhand und würden sich einen "Engagement-Sonderpreis" verdienen. Mögen viele Gemeinden diesem Beispiel im Sinne von Aktivität folgen, denn wenn keiner weiß das sie ausbilden wird sich auch keiner melden. 

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