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12 Mal Edelmetall bei den World Skills in Kazan

28.08.2019

Die 46 österreichischen Fachkräfte haben bei den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills in Kazan groß abgeräumt. „Zwölf Medaillen gehen in diesem Jahr auf das Konto der österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wir freuen uns mit Top-Fachkräften, die sich als exzellente Botschafter unserer Betriebe, unseres Wirtschaftsstandortes und unseres beruflichen Bildungssystems erwiesen haben“, betonte WKÖ-Präsident Harald Mahrer. Nun gehe es „mit voller Kraft“ in Richtung der Berufseuropameisterschaften, den EuroSkills 2020 in Graz. Heute um 19:30 werden die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller neun Bundesländer dann feierlich in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) empfangen.

Vom 22. bis zum 27. August 2019 gingen die 46 von der Wirtschaftskammer Österreich im Team Austria entsendeten Fachkräfte in 41 Berufen an den Start. Am Ende kehrt das Team Austria mit sechs Gold-, fünf Silber- und einer Bronzemedaille sowie 17 Medallions for Excellence (Leistungsdiplom mit über 700 von 800 möglichen Punkten) nach Hause zurück. Ein großer Erfolg für die duale Berufsausbildung mit dem Österreichs Wirtschaftsnachwuchs einmal mehr seine Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb unter Beweis stellen konnte. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die österreichischen Medaillengewinner aus vielen Betrieben des Mittelstands kommen. Das freut auch Senator Robert Frasch, Leiter der Bildungs-Allianz im SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich. "Gerade der Mittelstand hat oft einen schweren Stand, wenn es um die Wahl des Berufseinstiegs geht. Aber gerade diese World Skills haben wieder gezeigt, welche Chancen sich hier bieten" ist der Experte für die Lehrlingsausbildung überzeugt.

Gold in sechs Disziplinen
Die Goldmedaillen gingen an Maler Stefan Planitzer aus Tamsweg in Salzburg (Malermeister Gautsch GmbH, St. Andrä im Lungau/Salzburg). Er darf sich aufgrund der höchsten Punktzahl aller österreichischen Medaillengewinner zudem „Best of Nation“ nennen. Gold ging ebenso an die beiden Betonbauer Alexander Krutzler und Mateo Grgic aus dem steirischen Teil von Pinkafeld bzw. Wien (beide Porr AG, Wien), Drucktechniker Christof Babinger aus Bergland in Niederösterreich (Queiser GmbH, Scheibbs/Niederösterreich), Floristin Julia Leitgeb aus Ebersdorf in der Steiermark (Blumen Andrea, Hartberg/Steiermark), Maschinenbautechniker Stefan Erös aus Höchst in Vorarlberg (Julius Blum GmbH, Höchst/Vorarlberg) sowie im Future Skills Bewerb Industrie 4.0 an Lukas Wolf und Manuel Franz aus Lustenau und Meiningen in Vorarlberg (Julius Blum GmbH, Höchst/Vorarlberg).

Silber sicherten sich Grafik Designer Martin Straif aus Kössen in Tirol (northlight creative, Ampass/Tirol), Hotel Rezeptionist Oliver Lang aus Wien Brigittenau (Mercure Wien Zentrum), Maurer Marc Berndorfer aus Feldbach in der Steiermark (Karl Puchleitner Bau Ges.m.b.H., Feldbach/Steiermark), Metallbauer Johannes Kalß aus Altaussee in der Steiermark (AKE Ausseer Kälte- und Edelstahltechnik GmbH, Bad Mitterndorf/Steiermark) und Steinmetz Sebastian Wienerroither aus Frankenburg am Hausruck in Oberösterreich (Steinmetzmeister Rudolf Wienerroither, Frankenburg am Hausruck/Oberösterreich).

Die Bronzemedaille holte Bautischler Julian Fink aus Feldbach in der Steiermark (Wohlfühltischlerei Knaus, Feldbach/Steiermark).

„Jede Medaille ist eine zusätzliche Motivation für alle unsere Lehrlinge, die sich derzeit in Ausbildung befinden“, sagte WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz. Sie war während der Berufsweltmeisterschaft in Russland live vor Ort dabei. Vor zwei Jahren wurden 2017 in Abu Dhabi elf Medaillen erobert (vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen).

Insgesamt ritterten in Russland rund 1400 Teilnehmer aus knapp 70 Ländern in 56 Bewerben um Medaillen. In der internationalen Jury tätig waren auch jene Trainerinnen und Trainer, die Österreichs junge Fachkräfte bereits bei den Teamseminaren und Trainings während der Vorbereitungszeit zur Seite standen.

Beste EU-Nation
Österreich ist dank der zwölf Medaillen auch herausragend im internationalen Leistungsvergleich, hat das Ergebnis von WorldSkills 2017 in Abu Dhabi (elf Medaillen) sogar noch getoppt und darf sich am Ende aufgrund der hohen Anzahl an Goldmedaillen auch als beste EU-Nation feiern lassen.

EuroSkills 2020 mit Heimvorteil
Nach den Berufsweltmeisterschaften ist vor den Berufseuropameisterschaften. Und die finden vom 16. bis 22. September 2020 in Graz statt. Bei den EuroSkills 2020 in Graz werden voraussichtlich über 600 Teilnehmer um den Sieg in über 40 Wettbewerbsberufen kämpfen. Dabei werden sie von bis zu 1500 Betreuern begleitet und locken rund 100.000 Besucher nach Graz.

Video der beeindruckenden Closing Ceremony in Kazan

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