11.01.2005
Von AVL List bis Verbund

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Gestern noch wichtiger Kunde, heute Eigentümer des schärfsten Konkurrenten - man sollte rechtzueitig wissen, mit wem man es zu tun bekommt, wenn man es mit jemandem zu tun hat. Die vollständige Liste der Fusionen, Megers und Übernahmen und die heißesten Branchengerüchte.
Von Wolfgang Quantschnigg, Geschäftsführer der Unternehmensberatung modern products. Sie erreichen ihn unter (01) 470 23 88 oder Adressat Automotive Industrie
AVL List erwirbt die Mehrheit an der Trimerics GmbH bei Stuttgart. Trimerics ist auf die Systemintegration und Vernetzung in den Bereichen Elektrik, Elektronik und Mechatronik spezialisiert. Nach dem mehrheitlichen Erwerb soll die Firma eigenständig bleiben.
Die österreichische Efkon AG hat den südafrikanischen Konkurrenten TolLink übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Efkon wird die Übernahme durch eine Kapitalerhöhung finanzieren, die vom österreichischen Venture Capitalist GEP und der Leom Privatstiftung unterstützt wird. Durch den Deal erwirbt Efkon 50 Prozent Marktanteil in Südafrika.
Der Motoren-Spezialist AVL List steigt mehrheitlich bei der Tippelmann GmbH in Neuenstadt ein. Tippelmann ist weltweit mit Messverfahren für die Strömungsvorgänge in Zylindern von Verbrennungsmotoren tätig. Das Unternehmen soll nach der Übernahme eigenständig bleiben.Banken/Versicherungen/Finanzdienstleistungen
Die Generali Holding Vienna beabsichtigt, ihre größten österreichischen Töchter, die Generali Versicherung und Interunfall, zu verschmelzen. Die Marke Interunfall wird unter der "neuen" Generali Versicherung komplett verschwinden. Diese steigt durch die Fusion zu Österreichs größtem Versicherungsunternehmen auf (14,74 Prozent Marktanteil).
Die RZB hat den Zuschlag für die Übernahme der Albanischen Sparkasse erhalten und baut damit ihr Bankennetzwerk in Mittel- und Osteuropa weiter aus. Das gesamte Offert hat einen Wert von 101 Millionen Euro - bestehend aus dem angebotenen Preis (77 Millionen Euro) und einer Sacheinlage von 24 Millionen Euro. Es werden 100 Prozent der Anteile übernommen. Die Bilanzsumme der Albanischen Sparkasse lag Ende 2002 bei 1,1 Milliarden Euro.
Die OeNB möchte im Zuge einer Kostensanierung Nicht-Kern-Bereiche verkaufen. Beispielsweise der Verkauf von 33 Prozent an der Casinos Austria, an dem Magna sowie die Raiffeisen Holding NÖ-Wien starkes Interesse zeigen, kommt in Betracht. Der 33-Prozent-Anteil wurde um 43,6 Millionen Euro gekauft und ist heute rund 110 Millionen Euro wert.
Mittlerweile haben auch die Vorarlberger Hypo und die Niederösterreichische Hypo ihr Interesse am Kauf der Bank Burgenland bekundet. Die Kärntner Hypo Alpe Adria hält sich bisher bedeckt. Derzeit bewirbt sich ein Raiffeisen-Konsortium unter der Führung der Raiffeisenlandesbank Burgenland um die Bank Burgenland.
Die Bawag hat 99,9 Prozent der BAWAG-Versicherung Aktiengesellschaft an die Alinea Privatstiftung veräussert. Gemeinsam mit dem Verkauf der BAWAG P.S.K. INVEST beläuft sich das Dealvolumen auf 300 Millionen Euro.
Die Bawag hat 71,43 Prozent der BAWAG P.S.K. INVEST an die Alinea Privatstiftung verkauft. Gemeinsam mit dem Verkauf der Bawag-Versicherung beträgt das Verkaufsvolumen 300 Millionen Euro.
Die Wüstenrot Bausparkasse wird mit der LBA LandesBausparkasse fusionieren. Die entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterschrieben. Die Fusion soll bis Herbst 2004 abgeschlossen sein.
Die INVESCO BANK Österreich, Tochter der Investmentfirma Amvescap aus dem Vereinigten Königreich, soll verkauft werden. Zur Zeit werden bereits mit vier Interessenten Gespräche geführt, darunter auch die Constantia Privatbank als Favorit.
Die Hypo Vorarlberg hat nun bekannt gegeben, dass auch sie am Bieterverfahren um die Bank Burgenland teilnehmen und entsprechend ein unverbindliches Angebot im Laufe des Monats Dezember legen wird. Das Dealvolumen wird auf 80 Millionen Euro geschätzt.
In den kommenden Monaten soll zwischen der Wiener Städtischen und der HUK-COBURG Gruppe eine wechselseitige Beteiligung von 5 Prozent erfolgen. Diese soll höchstwahrscheinlich mittels Kapitalerhöhung erreicht und bis Ende 2004 finalisiert werden. Das Prämienvolumen von rund 4 Milliarden Euro der Wiener Städtischen wird zu einem Drittel aus Osteuropa erwirtschaftet.
Nachdem die Mannheimer im September der Auffanggesellschaft Protector Lebensversicherungs-AG unterstellt wurde, zahlt die Uniqa an Protector nun einen Abschlag von 25 Millionen Euro für Mannheimer. Indem der Mannheimer Holding 79,5 Millionen Euro zugeschossen werden,wird die Uniqa Mehrheitseigentümer der gesunden Sachversicherung der Mannheimer (87,16 Prozent). Der geplante Deal bedarf noch kartellrechtlicher Genehmigungen.Bau-/Bauzulieferindustrie
Die Raiffeisen veräussert ihre Beteiligungen an den beiden Steigenberger-Hotels in Bad Tatzmannsdorf. Käufer ist derTiroler Hotelier Karl Reiter. Auch die Wibag und die Bank Burgenland halten Anteile an den Hotels.
Die DRF Beteiligungs GmbH, an der mehrheitlich Rudolf Fries, Walter Scherb und Ulrich Stepski beteiligt sind, und die Luna Liegenschaftsverwaltungs GmbH, Teil des Vorarlberger Bauprojektmanagement-Unternehmens Zima, haben 3.859 Wohnungen der Bundesimmobiliengesellschaft gekauft. Der Kaufpreis liegt mit 145 Millionen Euro weit über den Erwartungen und wird zum Teil durch Eigenkapital, zum Teil durch Bankdarlehen der BA-CA finanziert.
Zwei italienische Investmentfonds haben die Mehrheit am italienischen Glasproduzenten Finvetro erworben, dem die österreichische Technoglas in Voitsberg zu 100 Prozent gehört. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Poschacher, österreichischer Baustoffproduzent und Baustoffhändler, wird mit dem Mitkonkurrenten Beinkofer fusionieren. Der Zusammenschluss wird in den nächsten Monaten abgeschlossen.
Das Gerngross Citycenter in der Wiener Mariahilfer Straße wurde an den deutschen Immobilienfonds Deka verkauft. Veräusserer ist die Palmers AG, die dafür einen Erlös von 112 Millionen Euro erwirtschaftete. Die Mittel sollen für den Schuldenabbau verwendet werden.Chemie/Pharma/Biotechnologie
Die VCP Capital Partners Unternehmensberatung ist am Kauf der tschechischen Spolana, Tochter des Öl- und Gaskonzerns Unipetrol, interessiert. VCP würde die Firma durch ihr ungarisches Chemieunternehmen, BorsodChem (512 Millionen Euro Umsatz), erwerben, an der VCP 90 Prozent hält. BorsodChem schließt jedoch eine 100-prozentige Übernahme aus.
Die VCP hat in Polen Fuß gefasst und will dort seine Marktpräsenz ausbauen. In den kommenden Jahren sollen rund 500 Millionen Euro im Raum Polen investiert werden, vor allem in der petrochemischen- und chemischen Industrie sowie im Gesundheitsbereich. Interesse besteht an Unternehmen, die sich in einer stabilen finanziellen Situation befinden.
Der Generika-Konzern Sandoz, Tochter des Schweizer Pharmariesen Novartis, kauft nördlich von Barcelona eine Antibiotikaproduktion von Amifarma. Das Werk, das auf die Herstellung steriler Antibiotika mittels spezieller Gefriertrocknungstechnologie spezialisiert ist, setzte 24 Millionen Euro um. Die Höhe des Kaufpreises wurde nicht bekannt gegeben.Dienstleistungen
Porr möchte seinen Anteil an der UBM Realitätenentwicklung AG auf weniger als 50 Prozent senken. UBM hat in den ersten drei Quartalen im Jahr 2003 einen Umsatz von 99,2 Millionen Euro erzielt. Als mögliche Käufer kommen die Immofinanz, Conwert und der Immobilienfonds der BA-CA, BAI, in Frage.
Der österreichische Personaldienstleister Manpower wird die slowenische Apel servis übernehmen. Apel servis ist in Slowenien Marktführer in der Personalmanagement Branche. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Speditionsholding der ÖBB will sich an der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn beteiligen. Es sollen die 4,2 Prozent, die derzeit von der Hamburger Hafen gehalten werden, von der ÖBB übernommen werden.
Die ISS Servisystem hat das österreichische Konkurrenzunternehmen AGS Gebäudeservice übernommen. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Der Deal muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden.
Michael Tojner, CEO von Global Equity Partners, und sein Konsortium werden ihren rund 30-prozentigen Anteil an BETandWIN.com verkaufen. Grund sind Streitigkeiten in Eigentümerangelegenheiten.
Die Salzburger Skidata hat von der Signal AG-Gruppe die Schweizer Labitzke Schaffner AG gekauft, die Spezialist für omplettlösungen rund um Parksysteme ist. Die Kooperation zwischen SkiData und Labitzke Schaffner besteht bereits seit 1997. SkiData ist in der Schweiz bereits gut vertreten und könnte zusammen mit den Parking Systemen ganzheitliche Lösungen für Zutrittssysteme von Veranstaltungen und angeschlossene Parkhäuser anbieten.Elektro/Elektronik/Optik
Der österreichische Investor und früheres VA Tech Aufsichtsratsmitglied, Peter Pühringer, hat Interesse am Kauf der ASTA Elektrodraht bekundet.
Der türkische Marktführer für Konsumenten-Elektronik-Produkte (CTV, Web TV, EPG TV, Plasma TV etc.) hat eine Produktionsstätte der österreichischen Grundig für 5,6 Millionen Euro gekauft.
Der Moeller-Konzern hat mit dem US-Finanzinvestor Advent International einen neuen Eigentümer. Die zu Advent gehörende Laontae Beteiligungs GmbH in Frankfurt hat alle Moeller-Anteile übernommen. Der neue Besitzer wird sofort 50 Millionen Euro an Eigenkapital zuschiessen. Der Konzern soll nicht zerschlagen werden.
AT&S, österreichischer Leiterplattenspezialist, will ein Unternehmen in Nord- oder Südamerika kaufen. Die Produktionstechnologie soll möglichst in das strategische Konzept der AT&S passen.Energie/Wasser/Kommunale Leistungen
Die Energie AG Oberösterreich (EAG) wird voraussichtlich zwei Firmen im Bereich Abfallwirtschaft in Ungarn (20 Millionen Euro Umsatz) und der Tschechischen Republik (23 Millionen Euro Umsatz) erwerben. Mit den beiden Akquisitionsobjekten werden bereits erfolgversprechende Gespräche geführt. Veräusserer ist ein bisher nicht genanntes deutsches Unternehmen, das sich auf seine Kernkompetenzen in Deutschland refokussieren möchte. Die endgültige Entscheidung soll im ersten Quartal des Jahres 2004 fallen.
Die RWE Umwelt AG hat ihre KMG Kanal-Müller-Gruppe verkauft. Das Unternehmen ging an ein Konsortium bestehend aus der österreichischen Rabmer und Chevalier aus Hong Kong. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
Die finnische Jaakko Poyry und Verbund führen Gespräche über den Verkauf der Verbundplan, Ingenieursbüro und Managementberater in den Bereichen Elektrizitätswirtschaft, Infrastruktur, Umwelt und Energie. Der Verkauf von 74,9 Prozent der Verbundplan soll bis Ende Februar 2004 abgeschlossen werden. Verbundplan wird als unabhängiges Unternehmen als Teil der Jaakko Poyry weitergeführt. Die 52 Prozent, die der Verbund an der tschechischen AQUATIS hält, sollen ebenfalls an Jaakko Poyry gehen.
Mirko Kovats plant drei Großakquisitionen. Zum einen könnte die spanische Tochtergesellschaft der Babcock-Borsig, deren Umsatz zwischen 80 und 100 Millionen Euro liegt, über die Austrian Energy Group erworben werden. Außerdem sollen zwei weitere Akquistionen den Umsatz der Austrian Energy über die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro heben.
Die Interessenten am Kauf der APC, Vertriebstochter der Verbund, werden immer weniger. Nach dem Ausstieg der deutschen E.ON und der Tiwag, haben nur noch die zwei Schweizer Versorger Atel und EGL sowie die zwei schwedischen Gesellschaften Statkraft und Vattenfall Interesse an einer Übernahme. Als größtes Problem gilt der Standpunkt der Estag, die nach wie vor nicht bereit ist, auf ihr Vorkaufsrecht an der APC zu verzichten. Die EU-Kommission würde jedoch einen Verkauf an die Estag nicht gestatten.Handel/E-Commerce
Der Skiartikel-Hersteller Atomic hat von der nordamerikanischen Firma Huffy Corporation die Skimarke "Volant" übernommen. Volant wird am nordamerikanischen Markt hauptsächlich im obersten Bereich verkauft und dürfte einen Umsatz von 4 Millionen Euro erwirtschaften.Holz/Möbel/Papier/Verpackung
Die oberösterreichische Holzindustrie Stallinger übernimmt die K'ANN Holding aus Vorarlberg. Über Mehrheitsverhältnisse und Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Als Grund für den Verkauf wurde Mengen- und Kostendruck, vor allem in Deutschland, genannt.
Frantschach hat eine Sackfabrik im schottischen Aberdeen gekauft. Es handelt sich um die BPB Abertay Paper Sacks, ein Tochterunternehmen der British Plaster Board (BPB). Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Das oberösterreichische Familienunternehmen Bauernfeind gehört künftig dem britisch-südafrikanischen Konzern Anglo American. Die in Wien ansässige Tochter Mondi Packaging übernimmt fünf Papierfabriken und zehn Wellpapier-Fabriken zu hundert Prozent. Dafür erhält die Bauernfeind-Stiftung 5,3 Millionen Aktien von Anglo American im Wert von 94 Millionen Euro.
Frantschach hat von der mexikanischen Papier- und Verpackungsgruppe Copamex die Sach-Division mit vier Produktionsstätten um 42 Millionen Euro übernommen. Copamex ist der größte Erzeuger industrieller Papiersäcke in Mexiko und siebentgrößter Sackproduzent weltweit.
Mayr-Melnhof hat am 5. Dezember 03 ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm eingeleitet. Es sollen bis zu 1,2 Millionen Stammaktien (maximal 10 Prozent des Aktienkapitals) erworben werden. Das Programm dauert bis längstens 13. November 04 und dient zur Stabilisierung des Börsekurses und zum Aufbau hinsichtlich möglicher Beteiligungen.Lebensmittel/Konsumgüter
Der griechische Arm der Coca-Cola Beverages, Coca-Cola 3E Hellenic Bottling (CCHB), hat die Übernahme der Römerquelle abgeschlossen. Damit würden die Aktivitäten der CCHB in Österreich gestärkt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Brau Union Polska, Tochter der Brau Union AG, wird ihre polnische Brauerei an die früheren Besitzer zurückverkaufen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Der börsennotierte deutsche Weinhändler Hawesko setzt seine Expansion fort und sucht im Zuge dessen Akquisitionsobjekte in den Benelux-Ländern, der Schweiz, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Dänemark und Schweden.
Die französische Atys, weltgrößter Zubereiter von Früchten für die Nahrungsmittelindustrie, wird von Agrana übernommen. Im Moment ist Atys zu 82 Prozent im Besitz der Investmentfirma Tubler Capital Partners, die das Unternehmen auch saniert hat. Der Verkauf soll in vier Tranchen erfolgen und wird entsprechend von Anfang 2004 bis Jahresende 2006 dauern. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Kartellbehörden müssen diesem Vorgehen noch zustimmen.
Die Nöm ist an der Herreinnahme eines neuen Partners interessiert. Als Voraussetzung gilt, dass dieser Partner in das strategische Konzept passt und das Vertriebsnetz der Nöm in Westeuropa nützt, um dem Standort Baden im erweiterten Europa eine Drehscheibenfunktion zukommen zu lassen. Der italienische Milchproduzent Granarolo wird als eine mögliche Option gehandelt.
Der Vorarlberger Getränkehersteller Pfanner übernimmt seinen Hamburger Produktionspartner und Abfüllbetrieb Rickertsen. Die 100-prozentige Beteiligung erfolgt über die Pfanner Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Pfanners Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber 2002 geht auf die Märkte Italien und Deutschland sowie den heissen Sommer zurück.Metall/Maschinen/Anlagen
Die Voestalpine steht kurz vor der Übernahme der Weichenbau-Sparte von der US-Firma Meridian Rail Track Products. Dazu ist noch die Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der zuständigen Kartellbehörden erforderlich. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Voestalpine würde durch die Übernahme einen Marktanteil von 45 Prozent und damit die Marktführerschaft in den USA erwerben.
Die BU wird in den nächsten Wochen eine umfangreiche Akquisition abschließen. Diese soll die Unternehmensumsätze um 10 Prozent erhöhen. Der Name des Verkäufers wurde noch nicht genannt, er kommt aus Nord- oder Südamerika.
Der Edelstahlkonzern Böhler übernimmt die Mehrheit an dem brasilianischen Spezialstahlhersteller Villares Metals. Der mehrheitliche Einstieg erfolgt über eine Kapitalerhöhung. Villares Metals ist in Südamerika Marktführer bei Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und Ventilstahl. Der Kaufpreis, über den Stillschweigen vereinbart wurde, wird von Böhler über den Cash Flow finanziert.
Die auf die Entwicklung und Produktion von Holz verarbeitenden Maschinen spezialisierte Schelling wird nun von einer Vorarlberger Investorengruppe übernommen. Verkäufer ist der italienische Biesse-Konzern. Über den Kaufpreis sind keine Details bekannt.
Die ÖIAG will ihren 15-prozentigen Anteil an der VA Tech verkaufen. Sie würde damit die VA Tech komplett verlassen.
Die Voestalpine plant für 2004 Akquisitionen in den Sektoren Motion und Railway Systems. Das Hauptaugenmerk wird auf Westeuropa gelegt, China und Osteuropa bleiben jedoch interessant. Für diese Zwecke stehen der Voest 500 Millionen Euro zur Verfügung.Telekommunikation/IT/Medien
T-Mobile Austria übernimmt Metronet, den größten Wireless LAN Anbieter Österreichs und viertgrößten WISP (Wireless Internet Service Provider) weltweit. Die beiden Unternehmen kooperieren schon seit 2002 miteinander. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, er dürfte aber zwischen 2 und 4 Millionen Euro liegen.
Die Vereinigte Telekom Österreich Beteiligungs GesmbH (VTOB) will ihren 75-prozentigen Anteil an der UTA in den nächsten Monaten verkaufen. Laut Gerüchten kommen die österreichische UPC sowie die italienischen Unternehmen ISP Tiscali und e-Tel als Käufer in Frage. Der Verkauf soll im ersten Halbjahr 2004 abgeschlossen werden und ist ca. 250 Millionen Euro wert.
Österreichs umsatzstärkster IT-Dienstleister, Siemens Business Services (SBS), kauft die Computer- und Bankomatwartungsfirma TSG, die IT-Tochter der BA-CA. Die Servicierung der IT-Infrastruktur von BA-CA, Erste Bank und Sparkassen wird trotzdem weitergeführt.
Die EMTS sucht weiterhin nach einem Käufer für die profitablen Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien und Spanien. Gespräche mit Interessenten werden bereits geführt, konkrete Namen wurden jedoch nicht genannt. Die Tochtergesellschaften erwirtschaften dieses Jahr voraussichtlich einen Umsatz von 35 Millionen Euro.
Die ÖIAG plant, 15 Prozent ihres Anteils an der Telekom Austria zu veräussern. Damit würde sich die Beteiligung von 47,2 auf 32,2 Prozent verringern. Auf längere Sicht wäre auch eine Totalprivatisierung denkbar. Der 47,2-prozentige Anteil der ÖIAG an TA hat einen geschätzten Wert von 2,15 Milliarden Euro.
Die JoWood Productions Software hat ihre Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Das gesamte Angebot von 8.550.741 jungen Aktien wurde zum Preis von je 2 Euro platziert. Der Emissionserlös von 17,1 Millionen Euro soll zur Entwicklung neuer Spiele verwendet werden.
Die französische Radiogruppe NRJ sucht profitable Beteiligungen in Österreich, Deutschland, Belgien und der Schweiz. Die Beteiligungsform kann in der Übernahme einer Radiostation, aber auch in einer Minderheitsbeteiligung bestehen. NRJ, die derzeit nur 12 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Frankreichs erzielen, möchten damit ihre Marktpräsenz in Europa ausbauen.Textil/Bekleidung
Der Palmers Konzern hat den Hälfteanteil an der Wiener Schuhmanufaktur Ludwig Reiter an die Familie Reiter zurück verkauft, die damit wieder alle Anteile hält. Die in der Kooperation mit Palmers erhofften Synergien konnten nie verwirklicht werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
(2/04)

DIE WIRTSCHAFT
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