Studie: Holpriger Start ins Unternehmertum | Die Wirtschaft Direkt zum Inhalt
Gründungsjahre der insolventen Unternehmen

Studie: Holpriger Start ins Unternehmertum

19.09.2016

Auch bei allgemein moderater Insolvenzentwicklung bleibt die Situation für Gründer brisant. Ihr Anteil an den Gesamtinsolvenzen ist im Vorjahr sogar gestiegen: von 2013 auf 2014 bereits 34 %, betrug er von 2014 auf 2015 sogar 36,2 %. Die Zahl der Gründungen stieg von 2014 auf 2015 um beinahe 6 %, während die Gesamtinsolvenzen um den gleichen Prozentsatz sanken.

Die positive Entwicklung der Gründungen ist zuletzt von allen Experten als sehr erfreulich begrüßt worden. Denn: Österreich braucht Gründer, das ist ein Faktum, über das sich alle einig sind. Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG: „Gerade Jungunternehmer bringen frischen Wind in die heimische Unternehmenslandschaft und sind Symbol für die Stimmung in der Wirtschaft, die zusehends wieder positiver wird. Um diesen Trend zu prolongieren, muss es gemeinsames und prioriäres Ziel von Politik und Wirtschaft sein, jene, die am Start stehen, bestmöglich zu unterstützen.“

Schicksalsjahre einer Gründerin

Jeder Gründer hat die Chance auf den großen Durchbruch und unternehmerischen Erfolg. Aber zugleich muss jedem Gründer klar sein, dass die ersten Jahre auch die Jahre der Bewährung sind. Denn da erweist sich, ob realistisch geplant, richtig finanziert und mit Tüchtigkeit und Glück gearbeitet wurde. Alles notwendige Faktoren für den Erfolg. Da erweist sich auch, dass jeder Gründung eben Risiko innewohnt, das sich dann auch in Insolvenzzahlen manifestiert. Je mehr gegründet wird, desto mehr junge Insolvenzen gibt es auch. Die Zahlen belegen das auf eindrucksvolle Weise: Die Gründungen steigen um 6% (von 2014 auf 2015) und um genau diesen Prozentsatz gibt es mehr junge Unternehmen unter den Pleiten.

Dieser statistische Zusammenhang lässt sich auch aus dem Bundesländervergleich ablesen. Allerdings mit einem Ausreißer: Niederösterreich verzeichnet mehr Gründer als Wien, dennoch einen deutlich geringeren Anteil an jungen Unternehmen in den Insolvenzen. „Das gehört noch näher untersucht“, findet Dr. Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte des KSV1870. „Vielleicht berät Niederösterreich seine Gründer besser oder Wien weniger gut. Das kann man nicht aus der Ferne beurteilen".

www.ksv.at/mitgliedschaft-jungunternehmer

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