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Europäische KMU setzen auf Export

18.01.2017

Kleinere Unternehmen in Europa setzen zunehmend auf den Export - und fahren gut damit. Das ist die zentrale Erkenntnis einer Studie im Auftrag von UPS. Die Ausnahme bildet Großbritannien, wo die Export-Erwartung in den Monaten nach dem Brexit-Referendum über die EU-Mitgliedschaft deutlich gesunken ist.

 

12.815 Eigentümer und Leiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wurden in acht europäischen Ländern für die UPS European SME Exporting Insights Umfrage befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass diese vermehrt exportieren und damit ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum erzielen. Gemäß der vierten Auflage der jährlichen Studie, wachsen jene KMU, die exportieren, schneller als andere Unternehmen. Ein klarer Faktor, der die Ergebnisse der Umfrage 2016 beeinflusst, ist die Volksabstimmung des Vereinigten Königreichs zum EU-Austritt im Juni. In Großbritannien lief die Befragung vor und nach der Volksabstimmung. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Vertrauensverlust der britischen KMU in den Export nach dem dritten Quartal. Vor der Abstimmung prognostizierten 36 % der britischen KMU eine Zunahme der Exporte – diese sank jedoch nach der Abstimmung auf 20 %.
In allen anderen untersuchten Märkten änderten sich die Erwartungen in umgekehrter Weise. Die Zahl der Unternehmen, die einen Anstieg der Exporte erwarten, stieg von 26 % im zweiten Quartal auf 33 % im dritten Quartal. Der Exportanstieg in allen befragten Märkten hat die Position Großbritanniens verändert: So war es nach Deutschland früher der zweitwichtigste exportorientierte Markt – heute liegt Großbritannien nur auf dem sechsten Platz.
 

Wachstumstreiber Export

„Im KMU-Sektor berichten Exporteure über ein höheres Umsatzwachstum und haben mehr Zuversicht hinsichtlich künftiger Entwicklungen“, so Nando Cesarone, President UPS Europe. „Die Studie von 2016 zeigt, dass mehr als die Hälfte der Entscheider kleinerer Unternehmen, die Waren exportierten, ihre Einnahmen in den letzten drei Jahren erhöhen konnten. Wohingegen nur 31 % der Kleinunternehmer, die nicht exportierten, von einem Wachstum berichteten.“ Der Anteil an KMU, die exportieren, ist in allen Ländern größer geworden, und in einigen Fällen sogar besonders stark gestiegen. Diese KMU melden positive Prognosen, wobei die Mehrheit der Unternehmen in allen Märkten erwartet, dass die Exporte stabil oder im Wachsen begriffen sind.

Die wichtigsten Ergebnisse daraus:

  • Der Anteil an exportierenden KMU ist in allen Märkten, inklusive Großbritannien, gewachsen. KMU exportieren am ehesten nach Deutschland.
  • Die EU bleibt nach wie vor der wichtigste Exportmarkt für europäische KMU, gefolgt von den USA.
  • Der Anteil an jenen Unternehmen, die in andere  Länder als die EU oder die USA exportieren, nimmt in allen Märkten – mit Ausnahme von Italien und Großbritannien – zu.

Zur Studie

 

 

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